Jeden Tag befinden sich Arbeiter an Gleisbaustellen in einem gefährlichen Umfeld. Oftmals werden Züge von den Sicherheitsposten erst viel zu spät wahrgenommen. Ablenkung, Übermüdung oder gesundheitliche Probleme potenzieren das Problem.

Die Deutsche Bahn AG hat ein Verfahren zur Auswahl der Sicherungsmethoden RIMINI entwickelt, das unter anderem den Einsatz automatischer Warnsysteme vorschreibt. Die von der Herstellerfirma ZÖLLNER entwickelte Autoprowa®-Anlage ist ein Automatisches Warnsystem (AWS) zur Sicherung von Beschäftigten auf Gleisbaustellen vor herannahenden Zügen.

Die Autoprowa® - Anlage dient aufgrund ihrer vollautomatischen Funktionsweise dazu, das Risiko des menschlichen Fehlverhaltens in der Ausführung der Warnung vor herannahenden Zügen zu minimieren. Sie entspricht den hohen Sicherheitsstandards, die für Produkte im Einsatzbereich der Bahn definiert sind. Alle Komponenten werden heute entsprechend den Anforderungen der CENELEC entwickelt.

Nähert sich ein Zug der Baustelle, so kann die Warnung durch Zugdetektoren oder manuell aktiviert werden. Optische und akustische Warngeber warnen die Arbeiter an der Baustelle, so dass genügend Zeit ist, den Gefahrenbereich zu verlassen. Der Zug kann die Baustelle passieren.  Die Ausschaltung der Dauerwarnung erfolgt durch einen weiteren Detektor oder manuell.

Die akustischen Warnsignalgeber besitzen den charakteristischen Klang der konventionellen Tyfone , welcher aus der jahrzehntelangen Erfahrung der Deutschen Bahn (DB) und der Deutschen Reichsbahn (DR) für Fahrsignal-hörner und Warnsignale hergeleitet ist.

Die Autoprowa®  zeichnet sich insbesondere durch den schnellen Aufbau und die zuverlässige Signalgebung aus.
Alle Module der Autoprowa® können miteinander kombiniert werden und sorgen dafür, dass individuell für jede Baustellensituation die optimale Warnung erfolgt. Von Grossbaustellen, mit oder ohne Einbindung von Baumaschinen in die Warnung, über Punktbaustellen mit Minimalanforderung bis hin zur hochtechnologischen Anbindung an das Stellwerk ist vieles realisierbar. Die Übertragung der Warninformation zwischen den einzelnen Komponenten erfolgt kabelgebunden oder per Funk.

Die hohe Sicherheit des Systems wird durch eine redundante Stromversorgung in allen Warngebern erreicht. Das heißt: Jeder Warngeber der Anlage verfügt über einen integrierten Akku und bildet für sich eine geschlossene Einheit. Sollte die Stromzufuhr einmal unerwartet abbrechen, so bleibt das System weiterhin aktiv und macht durch ein Warnsignal auf sich aufmerksam. Das Sicherheitskonzept der Autoprowa® beinhaltet ebenso eine permanente Überwachung der einzelnen Teile durch die Zentrale sowie die permanente Überwachung der Verbindung mit der Zentrale. So bleibt der hohe Sicherheitsanspruch an das „fail-safe“ Autoprowa® System stets gewährleistet.

Die akustischen Warnsignalgeber arbeiten mit dem Effekt der automatisch proportionalen Warnsignalpegelanpassung (Autoprowa® -Effekt), wobei sich die notwendige Warnlautstärke dem jeweiligen Umgebungslärm anpasst. Die Anpassung der Lautstärke erfolgt individuell in jedem einzelnen Horn und nicht in der Zentrale. Daher ist auch auf Baustellen mit unterschiedlichen Geräuschpegeln ein Warnsignal immer deutlich zu hören.
Eine Einheit besteht aus den Bereichen: Zugerfassung, Übertragung, Zentrale und Warnung.